Arche – Schiff, Zufluchtsort, Neuanfang, Hoffnung

Unter diesem Motto stand das Herbstkonzert 2017 in der Gemeindehalle in Walddorfhäslach. Martin Streicher begrüßte ein erwartungsvolles Publikum. Den Anfang machte das Jugendorchester unter der Leitung von Claudia Krohmer-Rebmann, das mit dem Stück „Fiesta“ von Fritz Neuböck für einen ungewöhnlichen Auftakt sorgte. Aus einer Geräuschkulisse entwickelte sich eine mitreißende, aber auch verträumte Melodie. Yara Haug führte durch das Programm des ersten Konzertteils. Mit dem „Steamboat Race“ von Robert W. Smith wurden die Zuhörer auf den Mississippi und zu einem rasanten Dampfschiffrennen mitgenommen. „Genji Koto“ von Luigi di Ghisallo ist ein japanisches Liebeslied. Zusammen mit der Blockflötengruppe unter der Leitung von Frau Schmidt führten die jungen Musiker dieses verträumte Musikstück auf. Mit „Cups (When I’m gone)“ beendete das Jugendorchester sein Programm. Das Stück aus einer amerikanischen Filmkomödie wird begleitet von Cups, also Bechern. Die Instrumente gegen die Cups tauschten Meike, Marilena, Lukas und Sascha aus dem Jugendorchester.

Einige Jugendliche nahmen in den Ferien wieder an den D-Lehrgängen des Blasmusikverbandes teil. Dabei wurden eine schriftliche und praktische Prüfung abgelegt. Den D1-Lehrgang haben mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen: Pascal Pfeiffer (Fagott), Marilena Krohmer (Fagott), Frauke Schäfer (Flöte), Meike Zimmermann (Flöte) und Mika Hertler an der Posaune, der mit 100 von 100 möglichen Punkten als Lehrgangsbester abschloss. Den D2-Lehrgang haben mit hervorragenden Ergebnissen Lea Wetzel (Euphonium) und Moritz Krohmer (Schlagzeug) absolviert. Natürlich durfte das Orchester nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen; nach „Pirates of Rock“ machten die Musikerinnen und Musiker die Bühne frei für die Blockflötengruppe mit ihrer Lehrerin Frau Edith Schmidt. Die sieben Kinder spielten die Titelmelodie zu Pippi Langstrumpf. Zwei Mädchen hatten noch das Minuetto von Luigi Boccherini einstudiert und wurden von Frau Schmidt begleitet.

Nach einer kurzen Pause, in der sich Publikum und Musiker mit belegten Brötchen stärken konnten, nahm das Blasorchester auf der Bühne Platz. Claudia Krohmer-Rebmann hatte für den Abend vier anspruchsvolle Stücke ausgewählt. Martin Streicher führte durch den zweiten Teil des Konzertabends und lieferte Informationen zu Komponisten und Stücken. Jan van der Roost schrieb „Terpsichore“, einen Konzertmarsch. Terpsichore war die Muse der Tanzkunst, der aber auch die Erfindung der Wissenschaften zugeschrieben wurde. Tänzerische Elemente und im Gegensatz dazu die langsamen Teile verliehen der Komposition einen würdevollen und getragenen Charakter. „Noah’s Ark“ von Bert Appermont basiert auf der Bibelgeschichte, die in vier Sätzen nacherzählt wird: vom Auftrag zum Bau der Arche, dem Einmarsch der Tiere, der Sintflut und schließlich das Ende des Regens auf dem Berg Ararat, das die Hoffnung auf ein neues Lebens begründet. „Genesis“ von Vince Gassi ist eine Auftragskomposition über die Schöpfungsgeschichte. Den Abschluss machte „Toto in Concert“ in einem Arrangement von Thomas Asanger. Ein Medley aus „Child’s Anthem“, „Africa“, „I Will Remember“ und das, durch sein wohl einmaliges Schlagzeugintro charakterisierte „Rosanna“ ließen die Ohrwürmer der 80er Jahre wieder aufleben. Die Musikerinnen und Musiker wurden mit langem Applaus belohnt und erfüllten gerne die Forderung nach einer Zugabe.

Doch bevor „Sir Duke“ und „The last song“ den abwechslungsreichen und stimmungsvollen Konzertabend beendeten, wurde Judith Armbruster und Jochen Schmid ein kleines Präsent überreicht. Die beiden haben die Probenarbeit übernommen, als Claudia Krohmer-Rebmann wegen eines Kuraufenthaltes ausfiel. Nochmals ein herzliches Dankeschön dafür.

Nächster Termin:
Kirchenkonzert am 10.12. um 19 Uhr in der evangelischen Kirche in Walddorf. Das Blasorchester und verschiedene Ensembles gestalten mit den Chören des Liederkranzes den musikalischen Abend.